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23.08.2011


Fröhlich-direktes Gospelkollektiv


Konzert Musiksommer bestens besucht


DIEDERSDORF - Nein, die Bänke reichten nicht, auch nicht die Stühle, die herangeschafft wurden. Und so nahmen die zuletzt gekommenen Konzertbesucher mit Stehplätzen vorlieb. Es war das dritte Konzert des Diedersdorfer Musiksommers.


Eingeladen hatte die evangelische Kirchengemeinde das Gospelkollektiv aus Berlin-Mahlsdorf unter der Leitung von Stephan Zebe. Neue und traditionelle Gospelmusik stand auf dem Programm. 20 junge Frauen zogen singend in die Dorfkirche ein, den rhythmischen Hintergrund gestalteten Bass und Schlagzeug. Pfarrer Karsten Weyer begrüßte Sänger und Besucher. Der Chorleiter war im vergangenen Jahr bereits einmal in Diedersdorf. Mit einer Soul-Gruppe gastierte er damals im Pfarrgarten.


Stephan Zebe schwärmte von der "Gemütlichkeit und Geborgenheit", die das Gotteshaus ausstrahle und hob hervor, dass die "trockene Akustik der Kirche", das Konzert zu etwas ganz Besonderem mache. Aber es war nicht nur die Akustik, vielmehr ließen die ausgezeichneten Solostimmen und das enorme hochmusikalische Können des gesamten Chores das Konzert zu einem Erlebnis der Extraklasse werden.


Andreas Kaiser, freischaffender Musiker aus Wünsdorf, der im Kirchenchor der "Happy Gospel Singers" in Zossen singt und am kommenden Samstag in der Wünsdorfer Kirche um 18 Uhr an der Orgel zu hören sein wird, lobte insbesondere den "großartigen Showcharakter", mit dem das Gospelkollektiv auftrat. Stephan Zebe gelang es beim Moderieren mühelos, einen Publikumskontakt herzustellen, der von Beginn an kein Fremdeln zuließ. Vielleicht lag es an der Litanei, an der Magie der Wiederholung, vermutete ein anderer Konzertbesucher, der sichtlich berührt war vom Titel "Am Ende des Tages". "Am Ende des Tages, wenn die Nacht beginnt, dann denkst du an die Menschen, die dir wichtig sind", heißt es in der Liedzeile weiter. Bei anderen Stücken, gesungen in Englisch, wie "I love", "I thank you" oder auch "Never alone", stimmten die Besucher in den Refrain ein. Das Gospelkollektiv servierte die amerikanische Kirchenmusik als Mitmachmusik, sehr fröhlich und mit sehr direktem Sound.


Bei freiem Eintritt kamen die Spenden der Konzertbesucher auch der neuen Orgel zugute, die, so hofft Pfarrer Weyer, bereits im kommenden Jahr angeschafft werden könnte. (Von Gudrun Ott)
Quelle - Maerkische Allgemeine